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für die kritische Masse in der Rheinischen Kirche

2-2015

„Verwurzelt – Christen in Palästina und die Rolle der Kirchen“

Bewertung: 4 / 5

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Gerhard Dilschneider

Tagung im Haus Ohrbeck, 28.2.- 2.3.2014

Beitrag zur Tagungseinheit:

„Das Kairos Palästina Dokument, internationale Reaktionen und das weltweite Kairos-Netzwerk“

Die folgende Ausarbeitung fragt nach der Reaktion aus dem deutschen Kontext zum Kairos Palästina Dokument

1.) Deutsches Kairos Palästina-Solidaritätsnetz

Die weitgehend lauwarme, zurückhaltende und wenig überzeugende Reaktion von Kirchen, Gruppen oder Einzelpersonen in Deutschland auf das „Kairos-Palästina Dokument“ (KPD) hat dazu geführt dass bundesweit aktive Initiativen, Netzwerke und engagierte Personen im Juli 2012 das „Kairos Palästina-Solidaritätsnetz“ gegründet haben.

Unter dem Dach des ökumenischen Netzwerks „Kairos Europa“ will das Kairos-Palästina Solidaritätsnetz die ausdrückliche Bitte palästinensischer Kirchenführer unterstützen, den Kirchen und Gemeinden in der Bundesrepublik das Unrecht der Besatzung Palästinas durch Israel stärker ins Bewusstsein zu rücken und nach Wegen zu dessen Überwindung zu suchen.

Als erste Schritte wurden drei AGs gebildet: eine AG erarbeitete eine bereits veröffentlichte Argumentationshilfe zum Kairos Palästina Dokument, eine Gruppe befasst sich mit BDS und eine dritte Gruppe mit den in Deutschland diskutierten theologischen Fragen.

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200 Jahre Preußen am Rhein II

Bewertung: 3 / 5

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Klaus Schmidt 

Andreas Gottschalk

Pionier der Arbeiterbewegung und befreiungstheologisch wirkender Armenarzt (1815-1849)

Am 28. Februar wurde in Köln an den 200 Jahre zuvor geborenen Arzt Dr. Andreas Gottschalk erinnert, der als Protestant jüdischer Herkunft in der Domstadt einen der ersten deutschen Arbeitervereine gründete und in seinem Wirken die sozialen und befreienden Impulse der biblischen Überlieferung zur Geltung brachte. Die Initiative ging von dem freien Historiker Christian Frings, dem DGB Köln-Bonn und der Rosa-Luxemburg-Stiftung aus. Ich war dabei als Gottschalk-Biograf willkommen.

Zwei Gewerkschafter erinnerten auf dem Zentralfriedhof an die 1988 gelungene Wiederentdeckung seines Grabes und machten auf seine sozialpolitische Bedeutung aufmerksam. Ein Mitglied des Kölner Frauengeschichtsvereins informierte über die ebenfalls fast vergessene „1848erin“ Mathilde Franziska Anneke, deren Figur immerhin – auf Initiative des Vereins – auf dem Kölner Ratsturm steht.… Bei Gottschalks Beerdigung war zur Empörung der Arbeiter der konservative Pfarrer unter einem Vorwand nicht erschienen. Ich erwähnte nun, dass ich 2002 eine symbolische protestantische Entschuldigung an Gottschalks Grab angeregt hatte – weil der konservative Pfarrer damals zu Gottschalks Beerdigung unter einem Vorwand nicht erschienen war. Nach dem Gedenken auf dem Friedhof begaben wir uns mit 52 Leuten zu Vortrag und Diskussion ins Haus des DGB.

Andreas Gottschalk (1815-1849) wird als Sohn eines ebenso frommen wie weltoffenen jüdischen Schächters in (Köln-)Deutz geboren. Als die Familie nach Düsseldorf zieht, besucht er nicht die notdürftig unterhaltene jüdische Privatschule, sondern eine christliche Elementarschule. Er studiert Medizin in Bonn, wird dort auch Magister der Philosophie. 1842 eröffnet er in Köln eine Arztpraxis und wendet sich dabei besonders armen Patienten zu, die er kostenlos behandelt.

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