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4-2011

Heimatfront

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Robert Liess

Heimatfront

So lautete der Titel, unter dem jüngst ein Tatort zur besten Sendezeit die Verwüstungen aufzeigte, die der Krieg in den Seelen der Heimkehrer anrichtet. Nicht zum ersten Mal waren damit hierzulande die Traumatisierungen von Afghanistanheimkehrern Thema in den deutschen Medien. Wer den Verdacht hegt, das sei massenmedial aufbereitete Effekthascherei, der greife zu dem Buch „Ein schöner Tag zum Sterben“ der Bundeswehrärztin Heike Groos.

Die Frage nach dem Afghanistaneinsatz, der gestern vom Bundestag ein erneuertes Mandat erhielt, ist keine rein akademische. Für die meisten scheint die Wirtschaftskrise hier weitgehend überwunden, aber für viele junge Menschen (Männer)  bietet der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt nach wie vor nicht viel. In der Berufsschule begegnen mir ständig junge Männer, die nach abgeschlossener Ausbildung von ihren Betrieben nicht übernommen werden.  Eine Verpflichtung bei der Bundeswehr erscheint ihnen häufig als die einzige Alternative, um den Einstieg in das Erwerbsleben zu finden.

Viele dieser jungen Leute sind keine Tatort-Fans, sie sehen auch keine problemorientierten Fernsehspiele im ZDF. Sie lesen leider auch nicht mehr viele Bücher. Sie haben vielleicht in ihrem weiteren Bekanntenkreis von jemanden gehört, der erzählt, wie er mit Taschen voller Geld zurückkam, und dass das alles kein Problem sei.

Es geht bei der Frage um den Einsatz in Afghanistan nicht nur um die Seelen der 4.000 dort gerade eingesetzten Soldaten. Denen mag es ein Trost sein, wenn man ihnen vermittelt, ihr Einsatz sei sinnvoll und zu Hause nehme man das auch dankbar wahr. Aber ist das Seelsorge, die den Namen verdient?

Seelsorge für die jungen Leute hier muss vor allem heißen, sie gar nicht erst mit dem Gewehr in der Hand nach Afghanistan zu schicken. Kirche hier darf nicht den Eindruck erwecken, als sei das normal und kein Skandal.

Heike Groos: Ein schöner Tag zum Sterben. Als Bundeswehrärztin in Afghanistan. Mit Farbfotos und Schwarz-Weiß-Karte. Krüger Verlag 2009. Hardcover, 272 Seiten. Euro 18,95.

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49,7 Mio. EUR in schwarzer Kasse aufgetaucht!

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Hans-Jürgen Volk

49,7 Mio. EUR in schwarzer Kasse aufgetaucht!

Hoffnung auch für die Finanzprobleme der rheinischen Kirche?

Für berechtigte Aufregung sorgt ein spektakulärer Vorgang im Landkreis Herford in Ostwestfalen: 49,7 Mio. € Schwarzgeld sind beim örtlichen Kirchenkreis entdeckt worden. Bereits seit 1967 bestand die schwarze Kasse, die offenbar als Rückstellung jenseits der offiziellen Buchführung für „schlechtere Zeiten“ gedacht war. Nach einer Sonderprüfung durch die westfälische Landeskirche werden jetzt die Mitglieder der Kreissynode informiert.

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Eine unabhängige Gegenöffentlichkeit wird dringend gebraucht!

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Hans-Jürgen Volk

Eine unabhängige Gegenöffentlichkeit wird dringend gebraucht!

Anmerkungen zur Landessynode vom Januar 2011
 

Die Landessynode der Ev. Kirche im Rheinland hat zu Finanz- und Strukturfragen Beschlüsse gefasst, die das Innenleben der Ev. Kirche im Rheinland erheblich verändern werden. Wer sich als Mitglied eines Presbyteriums oder als engagiertes Gemeindeglied allerdings auf die Berichterstattung in der Presse oder in den offiziellen Publikationsorganen der Landeskirche verlässt, wird die Brisanz der behandelten Themen kaum wahrnehmen. In Finanzfragen wird er oder sie schlicht unzulänglich oder gar falsch informiert. Die Finanzen sind und bleiben allerdings auch in einer Kirche das zentrale Steuerungselement. Und hier prägen unredliche Kampagnen statt sachlicher Informationen die Außendarstellung.

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